There is no fair wind for someone who has no direction.
Im Buchhandel gibt es eine Vielzahl interessanter Publikationen zum Themenkomplex Bewerbungen, Vorstellungsgespräche und so weiter. Die Besseren unter ihnen werden zum Teil zu solch hohen Preisen angeboten, dass der Leser sich die entsprechenden Informationen lieber im Internet zusammen sucht. Ältere Exemplare werden zwar auch gern mal „verramscht“, aus Aktualitätsgründen sind diese aber nur begrenzt nutzbar (wie im Internet leider auch viele veraltete und falsche Informationen noch abrufbar sind). Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, hinsichtlich der Recherchemöglichkeiten und sich ändernde Normen, Regeln und Trends bei der schriftlichen Ausfertigung verlangen nach regelmäßigen Aktualisierungen von Menschen, die sich täglich mit diesen Prozessen auseinander setzen müssen und demzufolge auch entsprechende Erfahrung vorweisen können.
Weitere Gründe sich keines der Bücher aus dem großen Pool zu kaufen, sind zu sehen
- in dem allgemein begrenzten Interesse am Thema (im Normalfall nämlich nicht über die Zeit der Stellensuche hinaus),
- in der Unüberschaubarkeit der Angebote,
- in der Überzeugung, den eigenen individuellen Besonderheiten bei der Jobsuche nicht Rechnung tragen zu können,
- in dem subjektiven Empfinden, alles Nötige für eine gute Bewerbung bereits zu wissen, gelesen und getan zu haben.
- im Anspruchsdenken des potentiellen Kunden, welches erst mit zunehmender Qualität, Verantwortung und Gehaltsstufe relational steigen dürfte, eine intensivere Vorbereitung begründet und somit auch den Kauf eines guten Buches zum Thema geraten scheinen lässt.
Die Qualität der im Internet auffindbaren Seiten zum Thema Bewerbung ist ebenso divergent wie die Stellenanzeigen in den entsprechenden Portalen. Was man hier alles an Ratschlägen, Tipps und Textbausteinen z.B. für das Anschreiben lesen darf, reicht von nützlich bis beinahe grotesk. Oft blinken und leuchten auf vielen dieser Seiten Werbebanner, Sponsoren und kleine Filmchen, einer Hommage an Las Vegas nahe kommend. Andere, vermeintlich interessante, weiterführende Links stellen sich häufig als Werbung von Google heraus. In Zeiten des Web 2.0, während derer viele Anwender selbst quantitativ und qualitativ entscheidend das Internet mitbestimmen, muss man sich über die Vielfalt nichtssagender Informationen - im Grunde ein Widerspruch - nicht wundern.