Begriffe und Definitionen
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A
- Axiom
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Ein unbewiesener Grundsatz, eine Grundannahme; eine grundlegende Aussage, welche ohne die Vorlage eines Beweises angenommen wird. Ein klassisches Axiom aus der Kommunikationspsychologie von Watzlawick lautet: Man kann nicht nicht kommunizieren. (Watzlawick 1969,53) Der klassische Axiombegriff geht auf Aristoteles zurück und bezeichnet ein evidentes Prinzip, welches keiner Ableitung bedarf. Mittels eines Axioms wird eine Aussage getroffen, die für eine weitere Beweisführung als selbstverständlich vorausgesetzt wird und daher unbegründet bleibt. Das Axiom dient quasi der besseren Überschaubarkeit und Überprüfbarkeit einer Theorie.
B
- Bedürfnispyramide nach A. Maslow
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Die Bedürfnispyramide stellt ein vom Psychologen Abraham Maslow entwickeltes Modell zur Beschreibung der Motivation eines Menschen dar. Es handelt sich um eine Pyramide mit 5 Stufen, die, nebenbei bemerkt, von Maslow gegen Ende seines Lebens um eine 6. Stufe erweitert wurde, welche die Transzendenz als höchste Stufe darstellt.
Das Modell ist weit verbreitet und wird für die Darstellung der Bedürfnisse in verschiedenen Bereichen wie etwa der Verkaufspsychologie gern herangezogen, wenngleich man dazu sagen muss, dass dieses Modell unzureichender wissenschaftlicher Grundlage entbehrt. Nicht zuletzt seine Bekanntheit und einfache Anwendbarkeit hält dieses Modell daher am Leben.
Die 5 Bedürfnisklassen
- Physiologische Bedürfnisse
Diese elementaren Grundbedürfnisse stellen das körperliche Verlangen des Menschen nach beispielsweise Essen, Trinken, Schlaf, Sauerstoff und Bewegung dar. - Das Sicherheitsbedürfnis äussert sich in dem Verlangen nach Gesundheit, Sicherheit hinsichtlich Arbeitsplatz und Wohnung, Schutz vor Gefahren, finanzielle Sicherheit und Stabilität im eigenen Umfeld.
- Die sozialen Bedürfnisse charakterisieren den Wunsch nach Freundschaft, Zugehörigkeit, Familie, Liebe und Intimität.
- Die Individualbedürfnisse drücken das Verlangen nach Wertschätzung und Anerkennung aus. Wertschätzung ist nicht allein als positive Rückmeldung von Außenstehenden, sondern auch im Sinne von Selbstwertschätzung und Selbstachtung gemeint, welche auch verdient sein will. Auch der Wunsch nach Prestige und sozialem Ansehen kennzeichnet diese Stufe.
- Die Selbstverwirklichung stellt (vor der Erweiterung der Bedürnispyramide durch Maslow 1970 um eine weitere Stufe, der Transzendenz) die höchste Stufe dar. Hier strebt der Mensch nach der Entfaltung seiner Persönlichkeit, Perfektion und individuell freien Gestaltung seiner eigenen Umwelt.
Maslow stellte die These auf, der Mensch strebe erst nach der nächst höheren Stufe, sofern er die darunter liegende bewältigt habe, also quasi die Bedürfnisse befriedigt wurden. Erst mit Erreichen derselben steige die Motivation, die nächste Stufe zu erlangen. Die ersten drei Stufen werden als Defizitbedürfnisse bezeichnet, welche, einmal befriedigt, weiterer Handlungsanreize entbehren und im Motivationsprozess die nächst höhere Stufe aktivieren. Für die Wachstumsbedürfnisse wird angenommen, dass diese ab der 5. Stufe nie wirklich - zumindest nicht dauerhaft - befriedigt werden können.
- Physiologische Bedürfnisse
C
- Curriculum Vitae, CV
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Der Lebenslauf
E
- Eisberg-Modell
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Das Modell des Eisbergs wird mehrheitlich zur Erläuterung der Kommunikation in verschiedenen Disziplinen herangezogen. Gern wird es auch von Unternehmen für die eigenen Zwecke angepasst respektive verfremdet.
Die Kernaussage dieses Modells ist relativ simpel, lässt hernach aber eine Reihe weiterer interessanter Schlussfolgerungen zu, die das Modell letztlich auch im Unterricht und in Seminaren so beliebt machen. Das zugrunde liegende Prinzip geht auf die Arbeiten Sigmund Freuds zurück, der den über Wasser liegenden geringeren Teil des Eisberges (etwa 10-20%) mit dem Bereich unseres bewussten Handelns symbolisiert und den großen unter Wasser liegenden Eisberg dementsprechend mit dem Unbewussten, den Emotionen, Trieben usw. als den unsichtbaren Teil beschreibt.
Übertragen auf die Kommunikation wird mit Hilfe dieses Modells gern veranschaulicht, welch großer Einfluss den unsichtbaren Faktoren bei der zwischenmenschlichen Kommunikation zukommt.
- Empathie
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Heutzutage wird der Begriff gemeinhin mit Einfühlungsvermögen gleichgesetzt. Gemeint ist die Fähigkeit, die Lage und Gefühlswelt seiner Mitmenschen zu erkennen, sich in deren situative Stimmung zu versetzen und quasi sein eigenes Handeln daran auszurichten.
H
- Handlungskompetenz
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„Handlungskompetenz wird verstanden als die Fähigkeit des Einzelnen, sich in beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen sachgerecht, durchdacht, sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten.“ (Kultusministerkonferenz (KMK), 5. Februar 1999)
Insbesondere in der Pädagogik und der Psychologie wird Handlungskompetenz häufig als Oberbegriff für das Vorhandensein von Methodenkompetenz, Fachkompetenz, Sozialkompetenz und Humankompetenz (syn. auch Selbstkompetenz) verstanden. Auch in anderen beruflichen Bereichen wird die Handlungskompetenz zunehmend in ihrer Ganzheit mit den unter ihr subsumierten Teilkompetenzen als die «primäre Kompetenz» betrachtet. Eine wirkliche Besonderheit ist dies sicher nicht, wenn man die vier anderen Kompetenzbereiche näher ansieht, decken sie ja zusammen nahezu alle «bedeutenden und in vielen Sparten gern geforderten Fähigkeiten» ab.
I
- Intrinsische Motivation
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Die Motivation, sich mit dem Lernstoff, einer Tätigkeit o.ä. auseinander zu setzen, ohne materiellen oder monetären Anreizen (extrinsisch) "ausgesetzt" zu sein. Die Motivation kommt aus dem Inneren und möchte ich als Mittel der Befriedigung und Beachtung Ihrer geistigen Werte und Ideale bezeichnen. Sie tun sich selbst quasi etwas Gutes, wenn Sie aufgrund einer "inneren Motivation" lernen oder Ihrer Arbeit nachgehen. I.e. die Beziehung zu der Tätigkeit oder dem Lernstoff selbst ist Motivation genug. Diese kann allgemein im Spaß an der Tätigkeit begründet sein oder beispielsweise auch dem angestrebten Glücksgefühl "etwas geschafft oder beendet" zu haben. Die Ausführung einer Tätigkeit kann quasi selbst zur Belohnung werden. Die Identifikation mit seinem Handeln, das Erkennen der Sinnhaftigkeit eigenen Tuns, gepaart mit innerer Klarheit und einer positiven Einstellung respektive Grundhaltung ist meiner Meinung nach eine ideale Grundvoraussetzung für intrinsisches Handeln. Zwar nicht ganz kongruent, reden wir umgangssprachlich hier oft von Selbstmotivation. Der Begriff intrinsisch geht auf den amerikanischen Psychologen Robert S. Woodworth zurück, der den Begriff 1918 erstmals erwähnte.
J
- Johari-Fenster
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Das Johari-Fenster, zu dessen Namensgebung die Vornamen der amerikanischen Sozialpsychologen Joseph Luft und Harry Ingham herangezogen wurden, dient zur Veranschaulichung der Persönlichkeitsmerkmale in der Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung eines Menschen. Entwickelt wurde dieses Modell im Jahr 1955. Insbesondere in der Persönlichkeitspsychologie sowie in gruppendynamischen Modellen und Übungen - z.B. beim Geben eines Feedbacks - wird dieses Fenster gern herangezogen, um den sogenannten blinden Fleck im Selbstbild eines Menschen zu veranschaulichen und hernach Wege aufzuzeigen, wie dieser mittels Kommunikation, Feedback, Reflexion, Beobachtung usw. minimiert werden könnte.
K
- Kognitive Dissonanz
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Begriff aus der Sozialpsychologie.
Im Falle der Unvereinbarkeit zweier oder mehrerer Kognitionen (Absichten, Gedanken, Meinungen, Wünsche etc. cognoscere = «erkennen») entsteht formal eine Dissonanz (lat. dis = «unterschiedlich, auseinander» und sonare = «klingen»). Den mit solch logischen Inkosistenzen, also widersprüchlichen «Botschaften» einhergehenden inneren Konflikt gilt es zu erkennen und aufzulösen, da der Gefühlszustand als unangenehm, also negativ empfunden wird und als eine mögliche Folge zu einer stark selektiven Wahrnehmung führen kann. Es gibt zwar auch Erkenntnistheoretiker, welche die selektive Wahrnehmung als eine unvermeidbare Aktion bezeichnen, also Wahrnehmung per se als selektiv ansehen, weil der Mensch von Natur aus zu gar nichts anderem in der Lage wäre, aber mit dieser Strenge wollen wir den Begriff hier nicht näher betrachten. Es reicht, mit Augenmerk auf die kognitive Dissonanz, die Disposition hin zu einer (noch stärkeren) selektiveren Wahrnehmung als eine mögliche Folge zu betrachten.
- Kommunikationsquadrat
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Bekanntestes Kommunikationsmodell von Professor em. für Psychologie Dr. Friedemann Schulz von Thun. Das Modell ist auch unter den Begriffen Vier-Ohren-Modell bzw. Vier-Seiten-Modell oder allgemeiner unter Nachrichtenquadrat bekannt. Es geht in dem Modell darum, die Mehrschichtigkeit einer Nachricht zu erläutern und die vier Seiten einer Nachricht heraus zu stellen. Diese sind die Sachebene, die Beziehungsebene, die Appellseite und die Selbstoffenbarung.
P
- Pareto-Prinzip
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Dieses Prinzip, benannt nach dem italienischen Ingenieur, Soziologen und Ökonomen Vilfredo Pareto, besagt, dass man mit 20% der Gesamtzeit eines Projektes bereits 80% des Ergebnisses erzielt. Die restlichen 20% des Ergebnisses verursachen somit den größten Arbeitsaufwand.
Das Pareto-Prinzip ist auch unter der Bezeichnung 80/20 Regel und Pareto-Effekt bekannt. Ebenso kennt man aus der Statistik die Pareto-Verteilung.
Für uns ist das Pareto-Prinzip interessant unter dem Aspekt des Zeitmanagements, welches wiederum einen Teilaspekt des Selbstmanagements darstellt.
Eines der Ziele in Seminaren ist, mittels eines individuellen also den jeweiligen Bedürfnissen und Pflichten ausgerichteten Zeitplans, zu vermitteln, wie man mit dringlichen und wichtigen Aufgaben umgeht, diese je nach Umfang in Teilaufgaben splittet und auch delegiert. Sowohl die Erfolgskontrolle als auch die Motivation sind als weitere Methoden hier notwendig.
Das Pareto-Prinzip stellt, kurz gesagt, einen Ansatz dar, mit möglichst geringem Aufwand ein Höchstmaß an Ertrag zu gewährleisten. Im Umkehrschluss mindestens ebenso wichtig und keinesfalls das Gleiche wäre zu sagen, verbringe den Großteil Deiner Zeit nicht für Dinge mit geringem Nutzen.
Tatsächlich gibt es zahlreiche Beispiele aus dem Alltag, die nachweislich einer Pareto-Verteilung folgen wie etwa:
«80% der Fehltage entfallen auf 20% der Mitarbeiter».
Die Liste lässt sich um viele Beispiele fortsetzen, die Sie leicht im Internet recherchieren können.
- Prekariat
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Ein Neologismus der postindustriellen Soziologie, bestehend aus den Begriffen prekär und Proletariat. In der Soziologie wird jene Gruppe darunter subsumiert, die in relativ ungesicherten Verhältnissen lebt. Bei der wissenschaftlichen Verwendung und auch der verantwortungsvollen Annäherung an diesen Begriff sollten wir uns verdeutlichen, dass man per definitionem keiner homogenen sozialen Gruppierung damit gerecht wird. Es ist lediglich als Versuch zu werten, eine neue Bezeichnung für eine bestimmte Gruppe zu finden, der man z.B. auf dem Beschäftigungssektor jegliches Risiko hinsichtlich ihrer Tätigkeit aufzubürden versucht. Beispiel: Scheinselbständigkeit, Niedrigstlöhne, Kurz- und Zeitarbeit. Das Prekariat ist kein Begriff, der sich adäquat durch einen anderen erklären, geschweige denn ersetzen ließe. Selbst die Tatsache, dass eine diesem Terminus zugeordnete Gruppierung gemeinhin als unterprivilegiert betrachtet wird, entbehrt letztlich einer konkreten Zuordnung wie auch der Versuch, mit dem Begriff der «neuen Unterschicht» diesen zu erfassen.
S
- Soft Skills
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siehe Soziale Kompetenz
- Soziale Kompetenz
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"Soziale Kenntnisse und Fähigkeiten" wie z.B. Teamfähigkeit, Eigenverantwortung, Toleranz, Kritikfähigkeit uvm. wie sie in ihrer Gesamtheit vorhanden sind und sowohl in Stellenausschreibungen gern betont werden als auch in der schriftlichen Bewerbung respektive dem Vorstellungsgespräch neben den fachlichen Voraussetzungen eine entscheidende Rolle spielen. Mit Zunahme personeller Verantwortung und der leitenden Funktion in Unternehmen wird der Sozialkompetenz ein höherer Stellenwert beigemessen.
T
- Themenzentrierte Interaktion (TZI)
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Die TZI stellt einen ganzheitlichen Ansatz dar, dessen pädagogisches Konzept der Leitung von Gruppenprozessen dient. Es wird eine Methode an die Hand gegeben, deren Ziel ich allgemein mit Persönlichkeitsentwicklung umschreiben möchte. Das Konzept geht auf die Psychoanalytikerin Ruth Cohn zurück, welche drei Axiome hinsichtlich Autonomie, Wertschätzung und der Erweiterung der Grenzen postuliert. Darüber hinaus gibt es so genannte Hilfsregeln in der TZI, die der Gruppe eine Hilfestellung bei der Interaktion geben sollen, wobei die Regeln selbst nicht starr sind und nach Ruth Cohn selbst "ad absurdum geführt werden" können. Bekannt im Kontext mit der TZI ist das Vierfaktorenmodell (ICH - WIR - ES - Globe), welches im Artikel zur TZI näher erläutert wird.
- Transaktionsanalyse
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Die Transaktionsanalyse (TA), anfangs als Instrument für psychotherapeutische Verfahren entwickelt, widmet sich den Fragen der Kommunikation und Interaktion unter der Prämisse dreier Ich-Zustände, die jeder Mensch besitzen soll. Diese drei Zustände in dem theoretischen Modell, welches sich auffällig an den Begriffen Siegmund Freuds - Über-Ich, Ich und Es - anlehnt, sind das sogenannte Eltern-Ich, das Erwachsenen-Ich und das Kindheits-Ich.
Der kanadische Psychiater Eric Berne gilt als der Begründer der TA, welche er bereits in den 50er Jahren entwickelte. Die Transaktionsanalyse geht von drei Grundanschauungen aus:
- Die Menschen sind in Ordnung und von Grund auf gut.
- Jeder hat die Fähigkeit zum Denken.
- Der Mensch entscheidet über sein eigenes Schicksal und kann seine Entscheidungen auch ändern.
V
- Vier-Ohren-Modell / Vier-Seiten-Modell
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siehe Kommunikationsquadrat